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IKMZ der TFH Wildau

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Fortschritt bis ins Detail - einer der progressivsten Bibliotheksneubauten Deutschlands

Das Informations-, Kommunikations- und Medienzentrum der Technischen Fachhochschule Wildau, kurz IKMZ genannt, öffnete mit Semesterbeginn seine Pforten: Nach fünfjähriger Bauphase erfolgte am 11. September 2007 die Schlüsselübergabe.

Die ehemalige Demontage – und Schwermaschinenhalle von 1921 beherbergt heute neben der Bibliothek auch eine Mensa und Cafeteria. Als erste Bibliothek des Landes Brandenburg führt das IKMZ ein RFID-System ein und genießt so buchstäblich eine Vorreiterrolle. An vier Biblio SelfCheck Geräten des Typs ›Merkur‹ können die Studenten eigenhändig Medien ausleihen und zurückbuchen. Ein BiblioGate am Ausgang dient der Mediensicherung. Im Fall eines Alarms wird dieses Gate von einer Kamera angesteuert, die sogleich die Person, die in diesem Augenblick das Gate passiert hat, in Fotos festhält. Auch die Campus-Karte ist mit einem Chip ausgestattet und dient folglich nicht nur als Ausweis, sondern dem Bezahlen: Der Student kann mit ihr Medien ausleihen, Kopien bezahlen, Hochschulschriften erwerben und in der Mensa bzw. Cafeteria einkaufen. Die Anbindung an die OCLC Software erfolgte reibungslos.

Optimaler Kundenservice

Das IKMZ kann im denkmalgeschützten Klinkerbau, auf drei Obergeschossen verteilt, insgesamt 1400 qm nutzen. Damit verdreifachte sich die Nutzungsfläche der Bibliothek. Standen den 90.000 Medien ursprünglich 1.800 laufende Regalmeter zur Verfügung, so sind es in der Halle 10 nun über 3.000 laufende Regalmeter.

»Mit dem Umzug in die ehemalige Fabrikhalle kann die neue Bibliothek erstmals ihre Dienste und Serviceleistungen gebündelt an einem Standort anbieten und weiß sich nicht mehr auf beide, zwei Kilometer auseinander liegende Standorte auf dem Campus verteilt, « erläutert Bibliotheksleiter Dr. Frank Seeliger. Und Hartmut Marder, Geschäftsführer Bibliotheca Deutschland, ergänzt: »Die Einführung von RFID in Wildau hat drei zentrale Hintergründe: Erstens die Mediensicherung, zweitens die Entlastung der Mitarbeiter von eintönigen Verbuchungsprozeduren und einem damit verbundenen Intensivieren des Besucherservices. Und drittens das Vermeiden der bisherigen Warteschlangen bei der Ausleihe, insbesondere während der hochfrequentierten Mittagspausen.«

Ästhetik und Funktionalität

Die beiden Berliner Architekten Chestnutt & Niess, bekannt durch den Umbau und die Sanierung des denkmalgeschützten U-Bahnhofkomplexes Berlin-Alexanderplatzes, verwandelten den ursprünglich monolithischen Innenraum der Halle 10 in einen modernen Gebäudekomplex mit mehreren Geschoßebenen und großzügigen, funktionalen Räumen. Die Glaskuppel sowie die neu errichtete gläserne Südfassade schafft in allen Bibliotheksbereichen eine äußerst freundliche und lichte Atmosphäre. Über eine runde, repräsentative Haupterschließungstreppe und einen gläsernen Aufzug gelangt man in die Bibliothek und damit in den freizügig gestalteten Innenhof, auch Belle Etage genannt, der einen ungehinderten Blick in die zwei weiteren Bibliotheksebenen und zum Oberlicht zulässt. Im ersten Obergeschoss befinden sich die neben der Garderobe und den Schließfächern eine Informationstheke, außerdem vier RFID-Selbstverbuchungsgeräte und die stark frequentierte Lehrbuchsammlung mit rund 16.000 Exemplaren. Insgesamt gibt es für die Bibliotheksbenutzer etwa 150 Arbeitsplätze.

Die Kombination von Mensa und Hochschulbibliothek ist nicht ungewöhnlich. Chestnutt & Niess hatten gewissermaßen große Vorbilder: die amerikanischen Elite-Universitäten Harvard und Yale. In den Augen der Architekten soll die neue Halle 10 hinsichtlich Bedeutung und Nutzung das zentrale Herzstück des Campus bilden. Trotz der großen räumlichen Dimensionen und modernster Technik, ist zweifellos eine menschliche Architektur entstanden, die zum Verweilen, Studieren und Treffen einlädt.

Mehr Infos unter www.tfh-wildau.de.

(Fotos © IKMZ Wildau)