

98 Prozent der Verbuchungen via RFID
Die Münchner Stadtbibliothek ist das erste große Bibliothekssystem in Europa, in dem entschieden wurde, neben der Zentralbibliothek auch alle 24 Stadtteilbibliotheken auf Selbstverbuchung mit RFID umzustellen. Dieses größte europäische RFID-Projekt in der Bibliotheksbranche wurde im Januar 2006 mit Bibliotheca RFID Library Systems begonnen und wird in 2009 abgeschlossen sein. Damit sind 100 RFID-Geräte im Einsatz. Die Münchner arbeiten mit der Bibliothekssoftware Astec.
Die Evaluation der drei Pilotbibliotheken – darunter die Zentralbibliothek mit 1,3 Millionen Medien – zeigt, dass das angestrebte Ziel voll erreicht wurde: Bei 12 Millionen jährlichen Entleihungen laufen 98 Prozent der Ausleihen über die Selbstverbucher-Terminals. Die Rückgabegeräte verbuchen 99 Prozent.
Zu den Serviceverbesserungen – keine oder kurze Wartezeiten sowie Diskretion bei der Ausleihe – zählt vor allem, dass in der Zentralbibliothek die Medien auch außerhalb der Öffnungszeiten zurückgegeben werden können. Die überwältigende Mehrzahl der Kunden hat die Neuerungen positiv aufgenommen und freut sich, dass ihre Bibliotheken noch innovativer und nutzerfreundlicher geworden sind.
Während des BiblioUser Meetings 2008 fällten Dr. Eva Schubert und Marianne Pohl ein einhelliges Urteil über ihr RFID-System: "Ich würd's nicht mehr wieder hergeben!"
Weitere Infos unter www.muenchner-stadtbibliothek.de.
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