

Umfrage bestätigt hohe Akzeptanz von RFID
Eine der progressivsten Bibliotheksneubauten Deutschlands, das Informations-, Kommunikations- und Medienzentrum der Technischen Fachhochschule Wildau, kurz IKMZ genannt, öffnete nach fünfjähriger Bauphase im September 2007 seine Pforten. Die ehemalige Demontage – und Schwermaschinenhalle von 1921 beherbergt heute neben der Bibliothek auch eine Mensa und Cafeteria.
Als erste Bibliothek des Landes Brandenburg führt das IKMZ ein RFID-System ein und genießt so buchstäblich eine Vorreiterrolle. An vier Biblio SelfCheck Geräten des Typs Merkur können die Studenten eigenhändig Medien ausleihen und zurückbuchen. Ein BiblioGate am Ausgang dient der Mediensicherung. Im Fall eines Alarms wird dieses Gate von einer Kamera angesteuert, die sogleich die Person, die in diesem Augenblick das Gate passiert hat, in Fotos festhält. Auch die Campus-Karte ist mit einem Chip ausgestattet und dient folglich nicht nur als Ausweis, sondern dem Bezahlen: Der Student kann mit ihr Medien ausleihen, Kopien bezahlen, Hochschulschriften erwerben und in der Mensa bzw. Cafeteria einkaufen.
Die Einführung von RFID in Wildau hat drei zentrale Hintergründe: Erstens die Mediensicherung, zweitens die Entlastung der Mitarbeiter von eintönigen Verbuchungs-prozeduren und einem damit verbundenen Intensivieren des Besucherservices. Und drittens das Vermeiden der bisherigen Warteschlangen bei der Ausleihe, insbesondere während der hochfrequentierten Mittagspausen.
Erste Erfahrungswerte
Mit der Aufforderung „Es ist DEINE Bibliothek…sag was du denkst!“ startete Bibliotheksleiter Dr. Frank Seeliger im Sommer 2008 eine Umfrage an der Technischen Fachhochschule. 234 Teilnehmer äußerten sich zum Einsatz der RFID-Technologie.
Mit freundlicher Genehmigung von Bibliotheksleiter
Dr. Frank Seeliger seine kommentierte Auswertung in Auszügen:
(…) Zu einer vorbehaltlosen positiven Einschätzung ganz ohne Kritikpunkte gegenüber der RFID-Selbstverbucher und den damit zusammenhängenden Möglichkeiten kommen 129 ihre Antwort zu Protokoll gebende Bibliothekskunden. Über die Hälfte der Befragten gibt damit ein durchweg positives Echo zur Einführung dieser Technologie. Betont werden in diesen Aussagen die Einfachheit im Umgang, die problemlose Handhabung, die damit gewonnene Selbständigkeit und Schnelligkeit beim Durchführen der Verbuchungsvorgänge, die sehr guten Erfahrungen und Benutzerfreundlichkeit, die wegfallenden Warteschlangen, die Übersichtlichkeit und schlichtweg das gute Funktionieren. Von diesen Antwortgebern verweisen einige in diesem Zusammenhang auf die schnelle Hilfe durch das Personal, wenn es ein technisches Problem gibt.
Unabhängig dieser sehr positiv ausfallenden Voten für eine neue Technik gibt es weitere ca. siebzig die neue Technologie generell begrüßende Voten, (…)
Insgesamt lässt sich aus den ungefähr zweihundert und damit über neunzig Prozent in aller Regel wenige Zeilen zählenden Anmerkungen eine hohe Akzeptanz der neuen Technologie ableiten, (…). Niemand äußert sich in dem Sinne kritisch, dass die Selbstverbuchung einen Arbeitsgang darstellt, der eigentlich hätte vom Personal geleistet werden sollen, eventuell deshalb, da der Nutzen für jeden ostentativ ist. (…)
Mehr Infos unter www.tfh-wildau.de.
(Fotos © IKMZ Wildau)
| Downloads | Größe |
|---|---|
| 0.06 MB |